Teamevent 2023 Kolumbien

May 12, 2025

Ein Abenteuer im Süden Kolumbiens: Unser Teamtrip nach Pasto und Umgebung

Vier Tage voller Abenteuer, Spaß und Teamwork, unser IT-Team ließ den Code einmal ruhen, um sich beim jährlichen Teamevent neuen Herausforderungen zu stellen.


Anreise und Auftakt

Es ist Mittwoch, 11 Uhr, am El Dorado Flughafen in Bogotá. Juan, unser Geschäftsführer, wartet auf unsere zwei Softwareentwickler Daniel und Bazz. Ein Jahr ist es nun her, dass sie sich das letzte Mal gesehen haben. Die Freude ist daher groß, ebenso wie die Überraschung über so manche Veränderung. Daniel ist kräftiger geworden. Er hat die letzten Monate hart für unsere jährliche Tuix-Sportchallenge trainiert und erzählt Juan von seinem Trainingsplan. Die Aufgabe lautet: entweder 10 Klimmzüge oder ein Muscle-up, mit einem zusätzlichen Bonus als Anreiz. Da ist die Motivation auch für den ein oder anderen Softwareentwickler hoch, den PC mal mit der Klimmzugstange zu tauschen.

Nach einem kurzen Mittagessen begeben wir uns zum Check-in und heben ab in Richtung Pasto, einer Gemeinde im Südwesten Kolumbiens, wo einige unseres Teams zu Hause sind. Die Landung macht uns etwas nervös, da der Flughafen auf 1.800 Metern liegt und eine kurze Landebahn hat. Puh, Glück gehabt. Eine weiche Landung bringt uns sicher ans Ziel. Am Flughafen werden wir von Oscar und seiner Freundin abgeholt. Der Flughafen ist sehr überschaubar mit einer kleinen Ankunftshalle. Nach einer kurzen lokalen Mahlzeit namens Arepas geht es 45 Minuten mit dem Auto in Richtung Stadt. Dort treffen wir uns mit unserem Kollegen Carlos zum Abendessen. Es gibt ganz traditionell gegrilltes Hähnchen und wir testen natürlich das lokale Getränk "Hervidos", einen heißen Fruchtsaft mit einem Schuss Alkohol, der in dieser kühlen Region Kolumbiens besonders beliebt ist. Die erste Nacht verbringen wir ganz im Sinne der kolumbianischen Gastfreundschaft bei unseren Kollegen und deren Familien.


Besuch der Kathedrale Las Lajas

Teammitglieder lächeln im Kleinbus in die Kamera, auf dem Weg nach Las Lajas

Am nächsten Tag bringt uns ein Van nach Las Lajas, einer berühmten Kathedrale, die aus einer Schlucht majestätisch herausragt und quasi in einen Berg eingebettet liegt.

Wallfahrtskirche Las Lajas auf einer Brücke in einer grünen Schlucht, von oben gesehen

Eine verblüffende Konstruktion, die an der Stätte eines überlieferten Wunders erbaut wurde. Die Kirche liegt etwa 1,5 Stunden von Pasto entfernt, nahe der Grenze zu Ecuador. Wir bewundern die Architektur der Kathedrale und einige begeben sich in die Kirche, um Einkehr zu halten. Weiter geht es zum Museum, wo wir eine Führung über die Geschichte der Kathedrale und der Kultur erhalten, spannend.

Treppe hinab zum Kunst- und Geschichtsmuseum von Las Lajas, mit einem Buntglasfenster an der Wand
Neun Teammitglieder posieren auf einer Terrasse, dahinter die gotische Wallfahrtskirche Las Lajas
Vier Teammitglieder lächeln vor einem Wasserfall im grünen Wald
Teammitglieder posieren in zwei Reihen auf den Stufen vor der Fassade der Wallfahrtskirche Las Lajas
Zwei Teammitglieder posieren nebeneinander vor einem Wasserfall
Drei Teammitglieder posieren vor einem Wasserfall, davor ein Holzgeländer

Nach ein paar Fotoaufnahmen geht es die steilen Treppen hoch aus der Schlucht in den kleinen Ort, wo wir in einem kleinen Shop einige Souvenirs kaufen. Der Bus bringt uns weiter zu unserer nächsten Gemeinde Cumbal, nahe dem gleichnamigen Vulkan. Während der 1,5-stündigen Fahrt tauschen wir uns aus, lachen viel, erzählen uns Geschichten und finden überraschend heraus, dass drei unserer Softwareentwickler, Jhonathan, Diego und Donovan, in Pasto gemeinsam zur Uni gegangen sind und damals schon ein gutes Team waren. Am Ort angekommen, werden wir von einem Pick-up abgeholt, der uns zu unserer ländlichen Hütte bringt, in der wir die Nacht verbringen sollen.


Herausforderungen beim Bergwandern


Besteigung des Vulkans Cumbal
Gruppe in warmen Jacken und Mützen posiert gemeinsam auf dem nebligen Vulkangipfel

Es ist 9 Uhr morgens, 4.764 Höhenmeter, dichter Nebel, die Beine schwer und der kalte Wind pfeift uns um die Ohren. Ein Team von 10 Softwareentwicklern auf dem Vulkangipfel Cumbal in Südkolumbien, nach fünf Stunden Aufstieg. Aber jetzt einmal von vorne:

Es ist Freitag, 2 Uhr morgens. Der Wecker reißt uns mitten aus dem Schlaf. Die Nacht war sehr kalt, aber die Plastik-Colaflaschen, gefüllt mit warmem Wasser, die jeder in seinem Bett hatte und die als Wärmflasche dienten, waren sehr hilfreich. Nach einem stärkenden Frühstück in Form von Reis, Eiern und Brot werden wir mit Wanderstöcken ausgestattet und brechen um 2:30 Uhr auf.

Wandergruppe in warmer Kleidung mit Stirnlampen und Wanderstöcken, nachts vor dem Aufstieg

Der Aufstieg ist hart, es ist stockdunkel und einzig unsere Taschenlampen erhellen den Pfad. Unser Guide José Maria erklärt uns, dass die Dunkelheit perfekt für unseren langen Anstieg ist, da man dadurch kein Zeitgefühl mehr hat und sich auf einen Schritt nach dem anderen konzentriert. Die Zeit vergeht in der Tat schnell. Gegen 6:00 Uhr wird es allmählich hell. Jetzt sind es "nur" noch knapp 2,5 Stunden. Wenn unser vierpfotiger Begleiter das schafft, schaffen wir es auch.

José Maria erzählt uns, dass er in der Vergangenheit dreimal die Woche diesen Aufstieg machte, um Schwefel zu sammeln und diesen im Ort weiterzuverkaufen. Na, wenn das nicht noch eine extra Portion Motivation ist...

Wandernde ruhen im Dunkeln auf einer Bank in einer Holzhütte, beim ersten Halt

Wir laufen im Gleichschritt hintereinander und hören plötzlich einen Aufschrei. Ein kleines Unglück mit den Wanderstöcken: Einer unserer Mitarbeiter, Jhonathan, rutscht mit seinem Wanderstock aus und trifft dabei unglücklicherweise seinen Hintermann Donovan im Schritt. "Wie gut, dass er schon ein Kind hat", wird gespaßt. Nach ausgelassenem Gelächter legen wir eine 20-minütige Pause ein, damit er sich von dem Zwischenfall erholen kann und wir alle kurz verschnaufen können. Die Stimmung ist gelockert und für einen kurzen Moment vergessen wir, was uns noch bevorsteht. Weiter geht's.

Je näher wir dem Gipfel kommen, desto kälter wird es. Es ist mittlerweile Tageslicht, die Sonne ist aufgegangen, aber der dichte Nebel umgibt uns weiterhin. Unsere Sicht ist auf etwa 3 Meter beschränkt, das Gelände wird karger und steiniger. Wir sind in über 3.000 Meter Höhe und haben die Baumgrenze längst überschritten. Keine Pflanzen mehr, nur trockene Vegetation umgibt uns. Auf 4.000 Metern angekommen, sind wir von Schwefelgestein umgeben und der beißende Geruch nach faulen Eiern steigt uns in die Nase.

Karger Felshang, der nahe dem Gipfel in dichtem Nebel verschwindet
Wandernde steigen im Nebel über einen steinigen Hang an großen Felsbrocken vorbei

Der Gipfel ist schon zu sehen. Unser letzter Stopp. Einige von uns sind bereits erschöpft, doch es sind nur noch 100 Meter. Der Wind ist eiskalt. Wir finden zwischen den Steinen Windschutz. José Maria zückt gefüllte Plastikflaschen und schiebt sie für einige Minuten in die Gesteinslöcher, aus denen heißer Vulkandampf aufsteigt. Danach genießen wir gemeinsam den "Hervidos". Und schon geht es uns allen besser. Wir sind gestärkt und aufgewärmt für die letzten Meter.

Wandernde und zwei Hunde ruhen im Nebel unter einem Unterstand mit grünem Dach
Fünf Wandernde sitzen im Unterstand auf einer Steinbank und ruhen sich in der Kälte aus
Gruppe sitzt mit einem Hund unter dem Dach des Unterstands und schaut in die Kamera

Wir steigen weiter Richtung Gipfel. Der Weg wird immer steiler und sandiger, der Boden nimmt eine gelblich-grüne Farbe an, als wären wir auf einem fremden Planeten. Ohne Sicht schreiten wir durch den dichten Nebel, den eisigen Wind und den Regen, aber im Vertrauen, dass wir es gemeinsam schaffen. Nur noch wenige Meter... wir haben es geschafft.

Gruppe in warmen Jacken posiert gemeinsam auf dem nebligen Vulkangipfel
Wandernde Person mit Fellmütze und Gesichtsmaske auf steilem Sandhang, dahinter eine zweite
Lächelnde wandernde Person mit Wanderstock neben dem Holzschild am Gipfel

Glücklich, erleichtert und erschöpft zugleich genießen wir einen kurzen Moment des Triumphs. "So muss es sich im Himalaya anfühlen", denkt unser CEO Juan. Nach fünf Minuten begeben wir uns wieder auf den Abstieg, da uns die Kälte zu sehr zusetzt. An den verschiedenen Löchern des Vulkans wärmen wir unsere Hände auf. In tieferen Regionen bewundern wir das besondere Ökosystem mit den typischen Frailejones-Pflanzen.

Frailejón-Pflanzen wachsen an einem nebligen Berghang
Wandergruppe mit Wanderstöcken und zwei Hunden posiert nach dem Abstieg an einem grasigen Berghang

Mittags, im Tal unten angekommen, erwartet uns ein leckeres und wohlverdientes Mahl, gekocht von unserer Gastgeberin Maria, der Frau von José. Wir genießen die köstliche Forellenmahlzeit, bevor es wieder nach Pasto geht.


Klettern und kulinarische Erlebnisse

Fünf Teammitglieder lächeln am Treffpunkt vor einem Gebäude mit Arkaden in die Kamera
Vier Wandernde mit Rucksäcken gehen auf einem Feldweg durch grüne Hügel

Am nächsten Tag steht Klettern auf dem Programm. Wir treffen unsere Guides an einem vereinbarten Treffpunkt und machen uns gemeinsam auf den Weg, eine etwa 30-minütige Wanderung bis zum Klettergebiet. Eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität liegt in der Luft, denn für einige von uns ist es das erste Mal, dass wir uns an ein solches Abenteuer wagen.

Kletternde Person mit Helm klettert an einer Felswand zwischen grünen Blättern
Teammitglieder legen am Fuß der Kletterwand ihre Klettergurte an
Lächelnde kletternde Person mit Helm seilt sich an einer Felswand ab und winkt
Vier Teammitglieder zeigen vor der Kletterwand den Daumen nach oben
Kletternde Person mit Helm hängt am Seil an einer Felswand, lächelt und reckt die Faust
Kletternde Person mit Helm an einer Felswand, von unten gesehen, daneben grüne Seile

Schließlich erreichen wir den Fuß der Felsen. Nach einer kurzen Einführung werden wir in Dreiergruppen eingeteilt und versuchen uns an den Felsen. Unser Geschäftsführer Juan, als erfahrener Kletterer, klettert anspruchsvollere Routen und macht den Vorstieg. Wir spüren unsere Knochen vom Aufstieg am Vortag noch und manch einer wünscht sich stattdessen, einfach im Park zu liegen. Doch wir sammeln unsere letzten Kraftreserven für diese gemeinsame Aktivität.

Teammitglieder an einem langen Tisch mit Tellern voller gegrilltem Meerschweinchen und Kartoffeln
Gegrilltes Meerschweinchen auf einem Teller mit Kartoffeln und Popcorn
Teller mit gegrilltem Meerschweinchen, zwei Kartoffeln und Popcorn auf einem Holztisch

Am Abend erwartet uns eine weitere lokale Spezialität, die in Kolumbien zu Feierlichkeiten verkostet wird: "Cuy", ein Meerschweinchen, das am Spieß gegrillt serviert wird. Trotz des ungewöhnlichen Anblicks sind wir neugierig und genießen das besondere Gericht. Nach dem Essen gehen wir in den Park, um die Sport-Teamchallenge zu testen. Diego gelingt es, 10 Klimmzüge zu absolvieren, und er wird vom gesamten Team bejubelt. Leider hat sich ein Kollege, Daniel, beim Versuch eines Muscle-ups die Schulter ausgekugelt. Was für ein Glück, dass im Park zufällig ein Physiotherapeut in der Nähe ist, der zur Hilfe eilt und ihm hilft, die Schulter wieder einzurenken. Anschließend lassen wir den Abend bei Brettspielen und guter Stimmung ausklingen.


Gemütlicher Ausklang beim La Cocha-See und Abschied

Blick auf die Lagune La Cocha mit grünen Hügeln unter wolkigem Himmel
Teammitglieder posieren unter einem Dach am Aussichtspunkt von La Cocha, dahinter der See
Teammitglieder jubeln mit erhobenen Händen am Aussichtspunkt von La Cocha
Eine Reihe von acht Teammitgliedern lächelt am Aussichtspunkt von La Cocha

Es ist der letzte Tag. Wir treffen uns um neun Uhr morgens, um zu unserem letzten Ausflugsziel aufzubrechen: die Lagune La Cocha, etwa 20 Minuten von Pasto entfernt. Auf dem Weg machen wir an einem Aussichtspunkt Halt und genießen die Aussicht. Am Zielort, einem charmanten Dorf mit Holzhäusern, erhalten die Kollegen die Tuix-Hoodies und weitere Weihnachtsgeschenke. Wir nutzen die Gelegenheit für letzte Gruppen- und Einzelfotos, bevor wir in einem Restaurant am See zu Mittag essen und schließlich zurück nach Pasto fahren.

Dort finden wir uns bei Oscar zu Hause ein, wo jeder in einer Präsentation sein aktuelles Projekt vorstellt. Abschließend machen wir ein Retro.

Whiteboard mit gelben Haftnotizen, sortiert in die Spalten Happy, Mad und Sad
Teammitglied präsentiert ein Schaubild der Tuix-Webseite mit E-Mail- und Abo-Diensten
Teammitglied präsentiert eine Folie zum Backend-for-Frontend-Muster, ein Kollege hört zu

Wow, was für ein Abenteuer und eine aufregende Zeit, die wir als Team gemeinsam erleben durften! Zufrieden, müde und voller neuer Eindrücke und Geschichten begeben wir uns auf die Heimreise. Es sind unvergessliche Momente und gemeinsam gemeisterte Herausforderungen, die uns in Erinnerung bleiben werden und uns als Team enger zusammenwachsen lassen.